Wir schreiben das Jahr 1993. Ein neuer Mitarbeiter bei LucasArts, eigentlich wegen seiner Expertise für Flugsimulatoren geholt, überzeugt seine Vorgesetzten von der Idee, eine Art Wolfenstein 3D im Star-Wars-Universum zu bauen. Das Problem: LucasArts hat keine passende 3D-Engine und keine Erfahrung mit dem Genre. (Ehrlich gesagt, zu dieser Zeit hat kaum jemand auf der Welt Erfahrung mit dem Ego-Shooter-Genre außer id Software.) So macht sich in Kalifornien ein frisch zusammengestelltes Team aus jungen Entwicklern, Architekturstudenten und einer Handvoll Veteranen daran, ein 3D-Spiel zu bauen und auf dem Weg dahin noch die komplette Technologie aus dem Boden zu stampfen.
Gunnar und Chris sprechen darüber, was Dark Forces der "Doom-Formel" hinzugefügt hat, wie die Entwicklung lief und wie das Spiel eine erfolgreiche Serie begründete.
Hinweis: Parallel zu dieser Folge ist die Folge "Die Welt von Star Wars" erschienen, in der Rahel Schmitz (ihr kennt sie aus der Lovecraft-Folge) den Star-Wars-Experten Kevin Arnold (Betreiber des Star Wars-Podcasts Bucketheads) über die Lore des Universums befragt. Außerdem gibt es für Unterstützer auf Patreon/Steady noch eine Folge "Wusstet ihr eigentlich ...?" mit Fakten, Anekdoten und anderen Überbleibseln der Recherche zu Dark Forces. Nachtrag: Ende Februar 2024 ist ein offizielles Remaster zum Spiel von Nightdive Studios erschienen, hier ist ein Textchen von Gunnar dazu: Dark Forces Remaster (Test)

Infos zum Spiel:
Thema: Star Wars: Dark Forces, 1995
Plattform: MS-DOS, MacOS, Playstation
Entwickler: LucasArts
Publisher: LucasArts (in Deutschland: Softgold)
Genre: Ego-Shooter
Designer: Daron Stinnett, Ray Gresko, Justin Chin
Musik: Clint Bajakian
Podcast-Credits:
Sprecher: Christian Schmidt, Gunnar Lott
Audioproduktion: Fabian Langer, Christian Schmidt
Titelgrafik: Paul Schmidt
Intro, Outro: Nino Kerl (Ansage); Chris Hülsbeck (Musik)
Impressionen:
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In bewegten Bildern: Der Fritz von Gametube und der Micha von GameStar haben das vor einiger Zeit mal auf Youtube gespielt: klick; anfangs in der Originalversion, später mit DarkXL-Mod.
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Kommentare aus dem Archiv
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Super, danke für einen weiteren Podcast!
Kulttitel unter den Star-Wars-Games!
An Dark Forces kann ich mich gut erinnern. An dessen Ende allerdings nicht. Wahrscheinlich aufgrund unzureichender Fähigkeiten meinerseits. Oder habe ich mich in den Leveln trotz Karte verirrt? Jedenfalls bin ich eher in Team Kettensäge, als in Team Lichtschwert. Aber spaßig war es schon. Ob das in meiner DosBox läuft?
Läuft tadellos, falls du die CD nicht mehr hast, kannst du's bei GOG kaufen.
ps: Besorg dir einen anständigen Midi-Synthesizer (VirtualMidiSynth z.B. mit HQ Orchestra Soundfont) und stell die Musik auf General Midi ein. Das wertet das Spielgefühl ungemein auf.
So eine schöne Folge. Das Spiel selbst habe ich allerdings nie gespielt. Ich habe eine Demo ausprobiert und mir ist dabei dermaßen schlecht geworden, dass ich es nach einer halben Stunde abbrechen musste. Ich war echt deprimiert, ich hatte mich so auf das Spiel gefreut. Das war das einzige Spiel mit dem ich solche Probleme hatte.
Da war ich mir nicht sicher, ob es Dark Forces oder etwas anderes war, aber da du es erwähnst, könnte es sein, daß es mir damals ähnlich ging, mit der Übelkeit.
Hmm. Ich kann mich nicht daran erinnern, dass mir bei einem Spiel am Monitor (2D/3D, nicht der Hardware oder schlechter Programmierung geschuldet) jemals übel wurde. Anders bei VR: gerade in der Anfangszeit wurden dem Magen flau, die Knien waren weich, es wurde einem auch mal kotzig, eine gewisse Desorientierung stellte sich ein, Stabilitätsprobleme und temporäre ungewohnte Signalverarbeitung traten abhängig vom Dargebotenen (Refreshrate, Locomotion, FOV, Dauer etc.) auf. Mit der Zeit wird man 'robuster' und steckt Dinge locker weg, die einen anfangs noch umhauen - eigentlich eine spaßige Entwicklung.
Es gab eine Zeit für 2D und eine in der 3D reifte - stilabhängig variabel. DF gehört zu den Spielen, die nicht gut alterten, da u.a. die Hardware für die anvisierte Präsentation nicht ausreichte. Spiele wie Doom III, The Sentinel, Dungeon Master kann man heute noch spielen - DF, allein optisch gesehen, eher nicht.
Es brauchte einen anständigen PC, 486er + 8MB RAM war Voraussetzung, ich hatte glücklicherweise einen Pentium.
"Im Jahre zwei nach Doom" ich musste so lachen. Das gibt dem Kürzel a.D. eine ganz neue Bedeutung.