Zweite Reihe Cinematic Platformer

Zweite Reihe: Heart of Darkness

26. August 2021 51 Min.

Zweite Reihe: Heart of Darkness

Eine Essay-Folge von Fabian Käufer über Heart of Darkness von Éric Chahi

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Kapitel

Es gibt Spiele, die man im Regal in die zweite Reihe stellt: Spiele, die im Schatten größerer Brüder stehen, die unvollkommen sind oder zu speziell, um ein breites Publikum zu finden, und die auch bei Stay Forever nur geringe Chancen haben, mit einer eigenen Episode geadelt zu werden. Aber manche dieser Spiele haben uns auf eine Weise berührt, die wir nicht vergessen können; und manchmal lassen sich aus fehlgegangenen Projekten die interessantesten Erkenntnisse ziehen. Unser Format “Zweite Reihe” greift nach hinten ins Regal und bläst den Staub von Titeln, die nicht zu den großen Klassikern zählen, aber deren Geschichte erzählt werden sollte.

In dieser Folge spricht Fabian über Heart of Darkness von Éric Chahi, das ist der Macher von Another World. Das Spiel erschien 1998 für die PS1 und den PC, nach eeeeewiger Entwicklungszeit, aber dennoch mit viel Hype, erntete jedoch maue Wertungen und viel Kritik für seine veraltete Technik. Aber es bleibt ein cleveres Spiel mit viel Charme und schönen Ideen – Fabian arbeitet die Geschichte auf, lässt den Macher zu Wort kommen und verknüpft das Spiel mit seiner persönlichen Spielerhistorie.

Credits

  • Sprecher, Redaktion Fabian Käufer
  • Mit O-Tönen von Éric Chahi (dt. Stimme Dennis Richtarski), Roland Austinat, Gunnar Lott, Christian Schmidt
  • Audioproduktion Lars Rühmann, Christian Schmidt
  • Titelgrafik Paul Schmidt

Kommentare aus dem Archiv

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Walter VonderVogelweide 26. August 2021

Auch hier vielen Dank für die dt. Übersetzung. Es wurde ja bereits der Vorschlag gemacht, die Folgen in zwei Varianten zur Verfügung zu stellen. Mit original Interview und in der ubersetzten Variante. Zu Recht wurde eingeworfen, dass dadurch die Anzahl und Benennung der Folgen für Verwirrung stiften könnte.
Ich denke nur, dass es für beide Varianten Liebhaber gibt, aber nur ein paar Wenige ihre Meinung dazu äußern und die große Mehrheit aufgrund deren Äußerungen mit dem Ergebnis leben muss. (beide Lösungen machen die eigene Existenz jedoch nicht weniger lebenswert )

Mein Vorschlag wäre: ladet doch zu ein oder zwei Folgen beide Varianten hoch und betrachtet die Downloadzahlen. Vielleicht lässt sich hierdurch tatsächlich bestimmen, was sich die Mehrheit der Hörer wünscht.

MfG

Jürgen Marquardt 26. August 2021

Sensationelle Folge!

Parlatio 26. August 2021

Kaum zu glauben, aber auch dieses Spiel habe ich nie starten können. Schade. Es sah auf den Zeitschriftencovern so gut aus...

Es ist aber schön, es jetzt wenigstens auf diese Weise nachzuholen. :)

Ringo von DttD 26. August 2021

Sehr kurzweilige und informative Folge zu einem, leider in Vergessenheit geratenen Spiel, ich hatte damals nicht die Möglichkeit es selbst zu spielen aber ich hab es geliebt, die Komplettlösung in meiner damaligen Lieblings-PC-Zeitschrift zu lesen. Die Stimme von Herrn Käufer ist sehr angenehm und mich hat es deshalb gar nicht gestört, dass er die Folge allein gemacht hat.

Weiter so.

Tantum 26. August 2021

Ein fantastische Folge! Die Musik erzeugt sofort wieder Gänsehaut.

Es gibt wohl kein Spiel in meiner Sammlung, dass ein stärkeres Nostalgiegefühl erzeugt.

Durch die Fernsehwerbung aufmerksam geworden, wurde mein monatelanges flehen Weihnachten 1998 endlich belohnt. Dort lag mein erstes eigenes Videospiel unter dem Weihnachtsbaum. Schon allein die Verpackung war ein echter Hingucker (die Klaue des Herrn der Finsternis greift von links ins Bild und ist leicht erhaben).

Am nächsten Tag kam dann erst mal die große Enttäuschung: Das Spiel brauchte doch tatsächlich Windows 95 als Betriebssystem, anstatt das altgediente Windows 3.1. Danach dauerte es tatsächlich nochmal einen ganzen Monat, bis das neue Betriebssystem auf unserem PC bereit war.
Und dann ging es los. Die Musik war Klasse, die Videosequenzen toll („Wow das ist ja schon fast Fotorealistisch!“) und das Gameplay obwohl sehr fordernd auch gleichzeitig motivierend, da man schnell voran kam.

Beim Endboss kam dann noch ein weiterer Punkt hinzu, der das Spiel für mich unvergesslich macht: Trotz etlicher Versuche wusste ich einfach nicht, wie man ihn besiegen sollte (Lösung: Besiege aller Gegner auf dem Bildschirm…). Mein Bruder wusste auch keinen Rat, hatte aber eine Idee: Es gab da doch dieses „Internet“. Da könne er von einem Computer an der Uni drauf zugreifen. Dort fände sich sicher jemand, der wüsste, was zu tun war. Einige Zeit später saßen wir vor einem flimmernden Bildschirm (eingereiht zwischen hart arbeitenden Studenten) und warteten gespannt wie sich eine hässliche grüne Webseite vor uns aufbaute. Wegen fehlender Englischkenntnisse musste mein Bruder übersetzen. Weitere Spoiler wollte er zu meinem Ärger nicht machen, obwohl er auch das Ende gelesen hatte. Trotzdem konnte ich das Spiel an diesem Tag erfolgreich abschließen.

So war Heart of Darkness nicht nur mein erstes eigenes Videospiel, sondern auch mein erster Kontakt zum Internet.

Die Verpackung steht hier heute immer noch im Schrank und erfreut immer noch mit der erhabenen Klaue. :)