Lizenzspiele zu großen Marken finden sich auf allen Konsolen, aber Sega hat dem Thema eine ganze Weile lang besondere Liebe gewidmet und eine Reihe von Titeln in Japan von eigenen Teams entwickeln lassen – statt diese Projekte wie etwa Nintendo an externe Studios zu vergeben. Asterix für das Master System ist auch eines dieser Spiele, was umso erstaunlicher ist, da der Gallier in Japan kaum bekannt ist und der Titel primär für Europa entwickelt wurde.
Gunnar und Fabian hüpfen, springen und hauen sich durch den Mittelmeerraum auf der Suche nach Miraculix. Hier ist der Reisebericht:
Credits:
Sprecher: Fabian Käufer, Gunnar Lott
Audioproduktion: Fabian Langer, Christian Schmidt
Titelgrafik: Paul Schmidt
Intro, Outro: Nino Kerl (Ansage); Trash80.com (Musik)
Community Manager: Christian Beuster

Infos zum Spiel:
Thema: Asterix, 1991
Plattform: Master System
Entwickler: Sega
Publisher: Sega
Genre: Jump&Run
Designer: Tomozō Endō, Takashi Shoji, Takako Kawaguchi
Musik: Takayuki Nakamura


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Kommentare aus dem Archiv
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Hab ich gehabt und geliebt auf dem Master System! Freue mich schon auf die Folge.
Zum Asterix-Games-Exkurs:
Die Alea-jacta-est-Abenteuerspiele haben mir Anfang der 90er die Urlaube versüßt. Jeweils einen Band für die Urlaubsfahrt. Schade dass es nur vier waren. Und ich habe immer geschummelt, weil ich alles erleben wollte. :) Ganz warme Erinnerungen im Bücherschrank!
Cool, ich wusste gar nicht, dass die auch in Deutschland beliebt waren. Ich habe sie damals (als Französisch-Muttersprachler) im Frankreich-Urlaub gekauft. Das waren glaub ich meine ersten derartigen Abenteuerbücher. Man spielte darin den einen jungen Barden aus "Asterix und die Normannen" und musste eisern mit seinen Zaubertränken haushalten. Außer man schummelte, was ich natürlich auch mal gemacht habe. Eigentlich stellt sich vielmehr die Frage, ob das irgendjemand nicht gemacht und tatsächlich ganz von vorne angefangen hat.
Von den Asterix-Abenteuerspielbüchern hatte ich (bzw. habe ich immer noch) ebenfalls drei Stück. Zwei davon habe ich Anfang der Neunziger mal in einer Asterix-Wundertüte bekommen, die mit Remittenden gefüllt war. Offenbar waren die Spielbücher damals kein großer Verkaufserfolg. Ich habe sie trotzdem sehr gerne gespielt (und natürlich ebenfalls gecheatet, wenn ich versehentlich den falschen Abzweig genommen hatte und es hieß "Dein Abenteuer ist vorbei"). Ich hab sogar mal versucht, die Geschichten mit meinen rudimentären Programmierkenntnissen als Computerspiele zu verwursten. Hab aber schnell wieder die Lust dran verloren, zumal ich ja die ganzen Texte hätte abtippen müssen.
Zuweilen findet man die Hefte bei eBay, allerdings werden sie dort zu teils abenteuerlichen Preisen angeboten. Und es gab sie offenbar auch auf englisch.
Ha! Ich hätte ja nie gedacht, dass das Spiel außer mir noch jemanden zu einem Podcast inspirieren könnte. Bin sehr auf die Folge gespannt!
So, jetzt endlich auch geschafft. Sehr schönes Gespräch! Ich freue mich wirklich sehr, dass die Wahl auf diesen Underdog fiel, und nicht auf die vergleichsweise doch deutlich bekannteren Alternativen.
Das Spiel wurde mitten in der Entwicklung übrigens noch ziemlich umgebaut, speziell im Spieldesign und der Landschaftsgrafik. Ursprünglich sollte es nur in Ägypten spielen (deswegen auch der Entwicklungsname "Asterix in Egypt"), wovon es sogar noch Videoaufnahmen aus einem frühen Werbespot gibt: https://www.youtube.com/watch?v=4ms7VxQk9Mc
Und die Sache mit den verschiedenen Zaubertränken war wohl etwas, was erst kurz vor knapp ins Spiel eingebaut wurde. Ursprünglich warf Asterix nicht mit dem roten Zaubertrank um sich, sondern tatsächlich mit Bomben - bis dann wohl mal jemandem auffiel, dass es im Aterixversum keine Bomben gibt, woraufhin das entsprechende Sprite einfach überpinselt wurde, die Funktionsweise aber gleich blieb. Die damaligen Testversionen müssen wohl noch auf dem ungeänderten Code basiert haben, denn in ersten Tests sieht man noch überdeutlich sowohl das Bomben-Icon als auch die noch anders dargestellte Landschaft:
- Joystick: https://segaretro.org/index.php?title=File:Joystick_FR_025.pdf&page=118 (hier hat das Spiel übrigens 96% kassiert)
- Gamers: http://www.kultmags.com/mags.php?folder=R2FtZXJzLzE5OTI= (Ausgabe 1/92)
Hachja. Schönes Spiel.
Ich kannte das Spiel vorher nicht, habs aber grade für den Podcast einmal durchgespielt. Vielleicht liegts daran, dass ich erst eine Konsolengeneration später (also mit dem Mega Drive) mit dem Spielen anfing, aber mir erschliesst sich die Faszination hier kaum bis gar nicht.
Das Springen und gerade das Bombenwerfen sind extrem hakelig, die Musik dudelig und kaum zu ertragen. Der Asterix Charme rettet mir noch ein bisschen den Tag. Wenn man bedenkt, dass Asterix nach Super Mario Bros 3 und Super Mario World rauskam, finde ich das schon einen Qualitätsabfall (okay, dass erste ist objektiv eins der besten Spiele aller Zeiten, und letzteres auf der nächsten Konsolengeneration - kein fairer Vergleich). Das Quackshot für Mega Drive, dass ich auch vor kurzem nachgeholt habe, fande ich schon deutlich, deutlich besser. Ich glaube aber, dass ich Asterix auch als Kind in den 90ern wahrscheinlich gerne gespielt hätte. Bin auf jeden Fall gespannt, was ihr zu Asterix zu sagen habt.
Zu Minute 69:04 möchte ich noch ergänzen, dass der ursprüngliche Zeichner Albert Uderzo noch lebt. Glücklicherweise hat er nach nur 35 Jahren auch selber erkannt, dass er kein guter Autor ist und lässt nun Jean-Yves Ferri an den Schreibstift. Oder er ist einfach nur zu alt für den Scheiß geworden.
Die Zeichnungen macht inzwischen auch jemand anders, kommt aber leider nicht ganz an den meisterlichen Stil von Uderzo ran. Bei den Storys kann ich aber nur zustimmen, da hat sich Uderzo zum Ende hin in so absurde Dinge verrannt, die der Serie wirklich geschadet haben (Aliens in Gallien). Ich vermute einfach, wenn man der erfolgreichste Comicautor Frankreichs (Europas?) ist, denkt man, dass man nicht falsch machen kann. Oder es gibt einfach keine Kritiker, die es wagen, einem zu sagen, dass man da gerade eine total mittelmäßige Story mit schalen Gags produziert. Inzwischen haben die neuen Autoren das einigermaßen im Griff, aber das Genie von Goscinny findet sich inzwischen weder bei Asterix, noch bei Lucky Luke mehr wieder.