Die auf NES und SNES immens erfolgreiche Fire Emblem-Serie von Nintendo und Intelligent Systems schaffte es erst mit Teil 7 aus Japan heraus auch in den Westen, machte dann international aber ordentlich Furore und etablierte, gemeinsam mit der Schwesterserie Advance Wars, den Game Boy als ideale Plattform für Rundenstrategie. Ziemlich langer Satz, stimmt aber so.
Gunnar und Fabian sprechen über das Spiel, die Entstehungsgeschichte und das Genre an sich:
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Podcast-Credits:
Sprecher: Fabian Käufer, Gunnar Lott
Audioproduktion: Lars Rühmann, Christian Schmidt
Titelgrafik: Paul Schmidt
Intro, Outro: Nino Kerl (Ansage); Trash80.com (Musik)
Song-Credits: Daniel H., Markus Schwerdtel

Infos zum Spiel:
Thema: Fire Emblem, 2003
Plattform: Game Boy Advance
Entwickler: Intelligent Systems
Publisher: Nintendo
Genre: Taktik-RPG
Designer: Taeko Kaneda, Sachiko Wada, Ken Yokoyama, Makoto Katayama
Musik: Yuka Tsujiyoko
Impressionen:


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Kommentare aus dem Archiv
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Hat Gunnar da jetzt wirklich grade "Ich steh auf Rundenstrategie" gespielt? Ich kann nicht mehr! Jetzt fühle ich mich sehr alt. Die Vorletzte war echt eine der Stärken der GameStar, wie man sieht, man kann Jahrzehnte später noch davon zehren.
P.S. Der Duke kommt nie!
Im Hause Lott geht nichts verloren!
Ein Teil des Songs wurde auch in der Redaktions-Folge GTA Munich City verwendet - die kann man (inkl. Tanzeinlage von Christian Schmidt) auf Youtube finden.
Schöne Folge.
Ein paar kleinere Anmerkungen:
- Ich finde ganz interessant, dass Fire Emblem seit den GBA-Teilen bei der eingeblendeten Trefferwahrscheinlichkeit "betrügt", wahrscheinlich um dem subjektiven Spiel der Spieler stärker Rechnung zu tragen. Statt also eine Zufallszahl (aus einer generierten Reihe) zu nehmen, nimmt das Spiel zwei und ermittelt den Durchschnitt. Das heißt, die wahre Trefferwahrscheinlichkeit ist bei hohen Werten höher und bei niedrigeren Werten geringer. Wenn z.B. eine Trefferwahrscheinlichkeit von 80 angezeigt wird, ist die eigentliche Wahrscheinlichkeit 92,2%, bei einer angezeigten Wahrscheinlichkeit von 20% ist die tatsächliche Chance nur 8,2%.
- Ich mochte damals den etwas pathetischen, pseudo-mittelalterlichen Stil der deutschen Übersetzung.Für mich hat das sehr gut ins Setting gepasst
- Dass man in den Arenen sterben kann ist eigentlich eine gute Idee, immerhin bieten sie die Chance alle Kämper-Charaktere auf Max-Level zu bringen (Habe ich einmal versucht und beim letzten Charakter von 19 auf 20 war beim Gegner eine minimale Critical-Hit-Chance angezeigt. "Wird schon gut gehen." RIP)
- Der Multiplayer von Fire Emblem ist tatsächlich eher zum vergessen, der von Advance Wars dagegen war richtig gut
- Insbesondere in den GBA-Teilen gibt es durchaus noch zusätzliche Motivation außerhalb des reinen Durchspielens des Spiels, nämlich die Rankings. Da insb. in den schwereren Modi auf S zu kommen ist schon recht anspruchsvoll
- Zu den "starken Charakteren", die man zu Anfang bekommt und die recht viele Gegner besiegen können - es wurde Wallace genannt, noch mehr ist Marcus zu nennen - das sind Fire Emblem-Archetypen, die es in fast jedem Teil gibt, Man unterscheidet nach den ersten dieser Charaktere zwischen einem "Jagen", ein Charakter mit ordentlichen Startwerten, der aber nicht mehr wirklich wächst und später im Vergleich schwach ist und einem "Oifey", der ebenfalls gute Werte hat, aber wegen seines Wachstums konstant gut bleibt. FE8 lässt sich selbst auf dem höchsten Schwierigkeitsgrad relativ einfach mit dem Anfangscharakter Sain als einzig benutzte Figur durchspielen. Es gibt halt auch noch andere Archetypen, wie unterlevelte Charaktere, die theoretisch stark werden oder die immer wieder auftretenden roten und grünen Reiter.
- Ich mag auch den Waffenverschleiß bei FE, da er mit Abstand nicht so massiv ist wie bei dem genannten Breath of the Wild und es - auch in sehr beschränkter Weise - Reparaturmöglichkeiten gibt.
- Noch mal zu Advance Wars zurück: Die GBA-Teile waren ja recht erfolgreich (und auch sehr gut), ich verstehe bis heute nicht, warum "Advance Wars - Dual Strike" für den DS dann ein wirklicher Flop war, obwohl auch ein herausragendes Spiel
Nie. Wieder. Gesangseinlagen. In. Meinem. Podcatcher.
*verstöhrt-in-der-Ecke-kauer*
Eine schöne Folge zu einem schönen Spiel. Hab's dieses Jahr erst durchgespielt, indirekt angeregt von eurer Battle-Isle-Folge. Hab zwar wieder ein bisschen damit gefremdelt, dass man Missionen zwar taktisch gewinnen, sich aber strategisch dadurch dennoch in eine Sackgasse manövrieren kann, aber das Spiel ist da großzügig genug, dass man's trotzdem noch gut spielen kann (auch wenn's nicht immer super-elegant gelöst ist).
Hätte mir noch ein bisschen mehr zur Serie gewünscht, dass z.B. nur dieses und sein Vorgänger überhaupt in Elibe spielen und Marth aus einem anderen Setting stammt und was die Serie aber dann trotzdem zusammenhält, oder auch zu den Entwicklern: Z.B. was ist mit dem ursprüngliche Serienerfinder, der Intelligent Systems nach dem fünften verlassen aber dann woanders ähnliche Spiele gemacht hat? Was waren seine Inspirationsquellen? Welche Personen zeichnen heute für die Serie verantwortlich?
Und die angebliche Dichotomie zwischen japanischen und westlichen Rundentaktikspielen find ich gar nicht so groß wie sie hier und in der Battle-Isle-Folge gemacht wird.
Meine Lieblingsteile sind Seisen no Keifu und Thrakia 776 inzwischen auch Fanübersetzt die konzentrieren so die Essenz von Fire Emblem.