Die Herren Lott und Schmidt widmen sich, nach 20 regulären Folgen Retroplauderei, erstmals einem Spiel aus Deutschland. Mad TV von 1991 ist ein Werk der Firma Rainbow Arts und insbesondere von Ralph Stock (der im Podcast auch zu Wort kommt). Chris und Gunnar sind sich nicht ganz einig über die Bewertung des Spiels, füllen aber trotzdem eine gute Stunde mit Qualitätsgespräch.
Podcast: Download (58.5MB) | Embed
Gibt’s auch auf iTunes oder gleich im Feed.
Hinweis: Das hübsche Plakat oben stammt von Paul Schmidt, die Shownotes unten sind von Anym.
Service für Nachleser:
Es werden erwähnt:
Spiele: Mad TV, Sid Meier’s Alpha Centauri, Sid Meier’s Civilization, Doom, Biing!, Boong?!, Das Amt, Der Patrizier, Hanse, Vermeer, Der Stein der Weisen, Emergency: Fighters for Life, The Show, Mad TV 2, Mad News, Die Fugger II, M.U.D. TV, New Star Soccer, Dungeons & Dragons, Master of Orion II: Battle at Antares, Curse of Monkey Island, Edna bricht aus, Prime Time, Giana Sisters: Twisted Dreams
Firmen: Rainbow Arts, Kingsoft, Softgold, Kalypso, LucasArts, Daedalic, Realmforge.
Personen: Ridley Scott, Heather Thomas als Jody Banks, Ralph Stock, Nelson Mandela, Andy Warhol, Roman Polański, Günter Grass, Kevin Costner, Mutter Teresa, Gunnars Freund Marco, Alfons, Karl Moik, Stefan Marcinek
Fernsehsendungen: Terra X, Alien, Ein Colt für alle Fälle, MADtv, Tagesschau, High School Musical, Star Wars, Sat.1 Frühstücksfernsehen, N24 Nachrichten, Frontal 21.



Endlich weiß ich, wie ich die ersten Tage überlebe…ENDLICH!
Hallo?! Tannenzäpfle bekommt man hier in Hamburg in jedem größeren Supermarkt
und ist doch wohl ein absolutes Gentrifizierung Symbol!
Gibt es auch bei uns in der Nähe von Aachen. Leider nur diese 0,33 Fläschen. Die sind zu klein…
Schöne Folge zu DEM Spiel meiner Kindheit. Direkt während des Hörens runtergeladen und wieder angeworfen.
Noch ein paar Punkte die nicht angesprochen wurden:
Der Geld-Cheat. Wenn man ein Studio verkauft und dann wieder kauft steigt der Preis jedesmal an. Das kann man schnell durchklicken bis ein Studio ein paar Millionen kostet. Der Vorteil liegt darin, dass der Kontostandszähler begrenzte Ziffern hat und am Ende wird das Minus immer weiter nach links verschoben und fällt am Ende weg und man ist dann mehrere Milliarden im Plus. Zur Verteidigung: Ich war noch sehr jung und ohne Geldcheat hätte ich die Stunden in MadTV, BMP und SimCity2000 nicht versenkt. ;)
Endlosspiel. Mir hat das Spiel auch nach dem Ausschalten der schwachen Gegener noch viel Spaß gemacht. Einfach die ganzen Filme die ich mag selbst Senden zu können und Beobachten zu können wie es ankommt. Herrlich. Auch das Drehen der eigenen Serien. Schauspieler und Qualität der Effekte auswählen. War einfach immer eine Runde wert.
MadTV2s größte Fehler:
* Die von euch angesprochenen fehlenden Lizenzen.
* Die Verkomplizierung von Programm und grade Werbeplanung/Werbeverträge
* Die gleiche schwache KI der anderen Sender hat sie nach einer Woche in den Ruin getrieben. Leider gab es im Gegensatz zu MadTV keine Möglichkeit ohne Gegner weiterzuspielen. Sobald alle Gegner besiegt waren gab es eine Filmsequenz und eine Endauswertung. Danach konnte man mit anderen Einstellungen Neustarten, aber eben nie länger als 1-2 (Ingame)Wochen mit einem Sender spielen. Mein persönliches NoGo.
Remake. Ich finde ja, dass die Handyspiele von Kairosoft (Game Dev Story & Co.) schon sehr nah an das grafisch nette und sinnvoll vereinfachte WirtschaftSim-Design eines MadTV rankommen. Dennoch bin ich für einen Stay-Forever-Unterstützten-Kickstarter zu haben und würde meine Mitarbeit an dem Projekt jetzt schonmal zusagen. :)
Danke dafür, sehr schöner Podcast!
(kleine Anmerkung: Der Daedalic-Link führt auf kalypsomedia.com ;-) )
Eine nur teilweise gelungene Folge. Gunnar tat sich hörbar schwer mit dem Spiel, das er weder hochjubeln noch runtermachen wollte. Christians uneingeschränkte Begeisterung und intelligente Einsichten machten das nur zum Teil wett. Die Schnitte vor den Ansagen von Soundschnipseln fielen auch stärker auf als sonst.
Ich mag aber auch keine Wirtschaftssimulationen. Mad TV war eine der wenigen Ausnahmen, die ich etwas mehr gespielt hatte, zum einen weil das noch die Zeit war in der man sowieso noch alle Genres querbeet gespielt hat und ich quasi noch gar nicht wusste, das ich keine Wirtschaftssimulationen mag, und zum anderen weil es wirklich ein ungemein zugängliches Spiel war und wohl auch zwanzig Jahre später immer noch ist. Trotzdem kann ich nicht viel dazu sagen, denn ich hab es nie wirklich lange gespielt. Nach gefühlt einem Viertel des Spiels fehlte es mir meist die Abwechslung und ich wandte mich wieder anderen Dingen zu.
“zum einen weil das noch die Zeit war in der man sowieso noch alle Genres querbeet gespielt hat” – ich weiß nicht ob du da nur von dir sprichst, aber das “man” impliziert doch irgendwie, dass das normal sein soll.
Bei mir wahr das nicht der Fall. Ich spielte in den letzten 3 Jahren sicherlich ein breiteres Spektrum, als noch in meiner frühen Jugend/Kindheit.
Nun, sowohl von mir als auch meinem Bekanntenkreis. Auf der Amiga und anfangs auch auf dem PC, zu der Zeit als es bei uns mit den Computerspielen anfing, mindestens die erste Hälfte der 90er hindurch, hatten wir noch keine Genre-Präferenzen. Wie denn auch, wir kannten ja noch nichts und alles war neu. Der Platformer stand neben dem Hexfeld-Strategiespiel und das Shmup neben dem Flugsimulator und alles war super.
Vorlieben haben sich dann erst mit der Zeit herausgeprägt. War’s früher so, dass ich eher zum Rennspiel griff, weil ich schon zwei Rollenspiele hatte, ist’s heute umgekehrt, da ich durch das Experimentieren früher gelernt habe, dass mir die Rollenspiele allgemein mehr interessieren und ich mir daher viel eher noch das zwanzigste kaufe und die Rennspiele dafür komplett links liegen lasse.
Spreche also in erster Linie von mir selbst, hatte aber schon den Eindruck, das eine typische Spielerbiographie aus dieser Zeit ist, vom Computerspielefan im Allgemeinen zu Genrefan. Jetzt wo du’s sagst, würde mich aber echt interessieren, wie das bei anderen so war, wenn sie an dieser Stelle noch mitlesen. Gibt es viele hier, die anfangs nur ein Genre, vielleicht Sportspiele, zockten und erst später über den Tellerrand schauten?
Danke, dass ihr MadTV mal besprochen habt. Das Spiel liefert seit Dekaden im familiären Umfeld gute Unterhaltung. Der Grund ist eine selbstentwickelte Punktewertung, in der neben der “täglichen Durchschnittsquote”, dem lieben Geld, der höchsten Quote bei einer Liveübertragung, noch in etwa 20 anderen Kategorien Punkte vergeben werden.
Der Wettbewerb findet über 20 ingame Tage statt und sorgt durch zeitgleich ausgetragene Partien für die Anwendung einer großen Bandbreite an psychologischer Kriegsführung. Wem nach 20 Tagen noch von einem Gegner der Fahrstuhl blockiert wird, macht sich natürlich komplett lächerlich.
Super Folge! Kannte das Spiel nicht aber klingt echt launig. Danke an euch 2 dafür.
ABER der “Alfons” Sager – genial. Made my day! (Die Übersetzung stimmt übrigens habs nachgepfüft:-)
Hat mir gefallen, die Folge! MadTV hatte ich als Spiel in Erinnerung, das ich sehr lustig fand, und an dem ich grundsätzlich viel Spaß hatte. Leider setzte ich meinen Fernsehsender immer mit der Zeit in den Sand, zu wenig verstand ich die Mechanismen. Die Erfahrung war letztendlich nicht gut oder prägend genug, um mich jemals wieder an ein Wirtschaftsspiel gleichen Typs zu setzten. Wirtschaft in Spielen bedeutet für mich heutzutage meistens, das Budget meiner Zivilisation oder für XCOM zu verwalten, oder genug Geld für eine neue Rüstung zu haben.
War das die Rache für die Fußball-Folge? ;-)
Offenbar. So isser, der Schmidt.
Kann immer noch nicht verstehen wieso dieses Spiel KEIN Multiplayermodus hat. Denke da immer wieder an die tollen Partien bei Airline Tycoon ( was ja nichts anderes ist als MadTV mit Flugzeugen =-) ). Übrigens hätte ich da noch einen Themen-Vorschlag: Bin ein riiesiger Fan der SSI-Spiele. Gäbe es da eine Möglichkeit ein Podcast über die Firma SSI zu machen? Die General-Serie und die Rollenspiele gäben ja bestimmt genug Gesprächsstoff. Und noch was: Danke, danke, danke für diesen tollen Podcast.
Ach, Gott. Mad TV. Ähnlich wie Herr Lott habe ich das Spiel erst am Amiga gespielt ( Nur Original mit ohne Verpackung :hust: ) und auch ähnlich wie ihn hat mich das Spiel nie so wirklich in seinen Bann ziehen können und nochmal so wie dem Kaliban sind mir die Tiefen dieses Spieles bislang völlig unbekannt gewesen. Wer hätte das gedacht.
Das Szenario hat für mich nie genügend Anreiz geboten, einen längeres Auge darauf zu werfen. Der hohe Schwierigkeitsgrad zu Anfang war zudem nicht motivationsfördernd und spätestens seit dem ich einen Cheat kannte (Im Filmankaufsbüro konnte man per Klick auf einen bestimmten Pixel innerhalb der Filmauswahlhüllen einen nicht mehr zu erinnernden Geldvorteil erringen) war der Spielspaß weg, denn das Spiel trug sich für mich halt nicht, durch das was es war und darstellte. Hm.
Hat das Spiel denn wirklich so einen hohen Stellenwert in der Deutschen Spielergemeinde der Älteren Herrschaften? Wahrscheinlich auch wieder so eine Spielesozialisierungsfrage, aber in meinem Umkreis kennt man das Spiel schon, aber dann doch wieder nur wegen des unüblichen Szenarios und einigen Details (“”Hihi. Schilder tauschen. Hihi.”). Nicht auszuschließen, daß meine Kreise sich unwissentlich dem allgemeinen Unwissen ausgehend vom Herrn Lott angeschlossen haben, womit die Schuldursache geklärt wäre.
Ich fühlte mich während des Castes zwischendurch an die Pirates!-Ausgabe erinnert, wo ihr gefühlt nach ca. 20 Minuten alles gesagt hattet, aber durch Details und Ausschweifungen nochmal was rausgezogen habt. Hier war das irgendwie nicht anders, aber zu den Abschweifungen kam dann noch das nicht durchkalibanisierungsexchefredakteursunterdrückende Schmidtsche Sendungsbewußtsein hinzu, dem es ja auch zu verdanken ist, daß einem zahlreiche Spieldetails noch entgegengebracht wurden, danke dafür. :)
Ich frage mich außerdem, ob das Beisammensitzen in einem Raum euch etwas friedlicher gemacht hat. Oder ihr nicht genügend getrunken habt. Oder ihr genügend getrunken habt, aber ihr zuviel vertragt. Oder so. Jedenfalls meine ich, daß Herr Schmidt bei der ebenfalls eher einseitigen Fußball-Ausgabe im Rahmen der sicheren Distanz mitunter etwas spitzere Bemerkungen von sich gab, als Gunnar hier. Lag der Schlagstock auf dem Tisch?
Wurde das Gespräch mit Ralph Stock eigentlich wirklich vorher aufgenommen? Dann ziehe ich meinen Hut für die gekonnte, auf den Schneidepunkt gebrachte Gesprächsführung, klingen tut es eher andersrum. Also, daß die Fragen danach und passend zu den offenen Fragen aus dem Gespräch gestellt wurden.
Ah, ich bemerke gerade, daß der sichtbare, eintippbare Kommentarbereich weiterscrollt. Ist das neu? Auch ohne “neu”: schön. Und überhaupt: Seit wann ist denn Bier kein Tannenzäpfle kein Bier?
Viel Text. Also: Danke für diese unterhaltsame und wissesnreiche Ausgabe. :) Für meine Bewertung dieses Spieles wäre es schon ein würdiger Zweite-Reihe-Titel gewesen, aber nun, meine Kreise, der Einfluss des Kaliban, sie wissen schon.
Letzter geäußerter Gedanke: Wenn ihr das mit den Gesprächen von (und mit deutschen) Entwicklern fortsetzen möchtet (Denke ich mal, daß.), dann möchte ich erneut (?) eine Ausgabe mit den Siedlern und/oder Blue Byte (Obwohl das Studio selbst schon genügend Gesprächsstoff bietet) und dem Volker Wertich vorschlagen. Nachdem er nur noch Geschäftsführer bei Phenomic ist (?), wird er doch wohl etwas Zeit für euch übrig haben. ;)
Airline Tycoon Deluxe, von Spellbound, war VERDAMMT nahe an Mad TV dranne. Kann man im Grunde nur empfehlen, wenn man das Rainbow Arts-Original hier mochte. Einzig das Szenario war blöd. Ich mein…ernsthaft: Für irgendeine blöde Fluggesellschaft über den Flughafen hetzen? Halloooo? Das ist für mich so weit von (meiner eigenen) Realität entfernt wie die Katzenberger von ein paar Gehirnzellen.
Da war der TV Sender doch sehr viel greifbarer. Die Flimmerkiste kennt jeder, jeder hat seine Lieblingssendungen/Filme – und ich glaube, jeder hat auch schon mal rumgesponnen und sich überlegt, was man in seinem ureigenen TV-Sender so alles ausstrahlen würde.
Als Kind war ich jedenfalls immer erzürnt, dass man auf RTL (plus! damals noch) keine 4 Folgen Knight Rider am Stück gezeigt hat. Und hab mir dann immer ausgemalt, wie wohl MEIN Super-Sender ganz Deutschland begeistert. Oder zumindest mich. ^_^
Schöne Folge, ihr beiden. Mit vielen, netten Details. Bin immer wieder erstaunt, wie man ein einziges Spiel doch thematisch (und Abendfüllend) so ausschlachten kann, dass man am Ende das Gefühl hat: Poah, jetzt ist aber auch wirklich ALLES gesagt, was es darüber auch nur im entferntesten zu sagen gibt.
Und jetzt, wo ich schon das Bild hier sehe: Another World. In mindestens 60 Minuten – oder so. :) Stay Forever, übernehmen Sie.
IMHO hat das Szenario von Airline Tycoon sehr gut funktioniert, auch eine Fluglinie zu führen hat durchaus einen grossen Reiz, ist halt wie so oft eine Frage des Geschmacks. Ich habe mich öfters dabei ertappt einfach zuzuschauen wie meine Flugzeuge starten, übrigens eine geniale Idee, visualisiert das nämlich überhaupt keine spielrelevante Statistik sondern fördert einfach die “Tiefe” des Spiels enorm. Aber ich schweife, wohl “Stay Forever”-typisch, ab ;-)
Lustigerweise tatsächlich mein erstes PC-Spiel; nicht gekauftes (C&C – wie klischeehaft) . Selbst hatte ich damals (noch) keinen PC. Aber bei einem Freund ohne Ende gezockt. Später habe ich es dann auf einem Vollversionen-Magazin auf CD erstanden. Das waren meist bessere 4-seitige Pappseiten, die eine Kurzanleitung und das Spiel beinhalteten und sonst nichts; Kostenpunkt 15 Mark. Sind mit der Vollversionsflut auf den normalen Spielmagazinen ausgestorben.
Mir fehlte in der Folge ganz klar die Erwähnung des Koffercheats für einfaches Geld. Ich bin selbst nie ohne diesen Cheat ausgekommen, Wäre sonst immer pleite gegangen.
Ich hätte übrigens nie gedacht, dass es ein deutsches Spiel ist. Ich dachte schon damals es sei eine Anspielung auf das Mad-Magazin
Wie wärs mit einer neuen Kickstarter folge? Gibt ja mit Project Eternity und Torment: Tides of Numenera was zu bereden. Vielleicht ja noch mehr. Aber bei den beiden würde ich gerne was von euch hören.
Es gibt doch wirklich genug Klassiker über die man einen Podcast machen kann und Kickstartet-Projekte bekommen eh genug mediale Aufmerksamkeit. Falls sich dann wirklich einmal ein Projekt veröffentlicht wird über das sich zu sprechen lohnt kann man immer noch einen Podcast machen… Man kann ja eventuell aufgrund eines Kickstarter-Projekts ein altes Spiel vorstellen und dabei eben auf das Kickstarter-Projekt eingehen (Wünsche usw.). Die Kickstarter-Folgen finde ich persönlich irgendwie unnötig…
Dazu hat Gunnar in einem früheren Kommentarthread auch mal was geschrieben, siehe http://www.stayforever.de/2013/02/zwischenfolge-stay-forever-trifft-game-one/#comment-2411
Wieder eine tolle Folge. MAD TV war eines meiner ersten selbst gekauften Computer Spiele. Ich erinnere mich noch heute wie ich konzentriert die Anleitung gebüffelt habe um das Spiel verstehen zu können. Ich habe es unzählige Stunden gespielt.
Erst in der Retrospektive weiß man die vielen tollen Ideen und Kleinigkeiten des Titels zu schätzen. Heute kann man solch ein Spiel scheinbar nicht mehr machen.
Wieder ein klasse Podcast! Eine winzige Sache hat mich hier aber – wenn auch nur milde – gestört. Mir ist schon klar, daß der Herr Lott in der Rollenverteilung derjenige sein soll, der sich kaum noch an das jeweilige Spiel erinnert und deswegen stellvertretend für die Hörer die “dummen Fragen” stellt, die denen auf den Zungen brennen. Wenn das wie in dieser Folge aber so klar herausgestellt wird (“Ich habe ja gar keine Erinnerung an das Spiel”), wirkt es irgendwie ungerade, wenn nach 10 Minuten des Gesprächs offenkundig ist, daß er selbstverständlich perfekt vorbereitet ist. Kurz: Dieses Understatement zu Beginn beißt sich mit der Tatsache, daß das Endprodukt immer besser wird (und an dieser Stelle auch nochmal vielen Dank für den O-Ton des Entwicklers!).
Mad TV kam mir damals so “deutsch” vor, weil das Spiel von der Prämisse ausging, daß man mit immer besserer Qualität den größten Erfolg hat (abwechslungsreiche Nachrichten, Eigenproduktionen und Shows mit den besten Production Values, gute Filme, etc.). Das hatte meines Erachtens nach aber nichts mit der damaligen Realität zu tun. Zu der Zeit hatte RTL mit dem billigsten Trash (Lederhosen-Filme, Alles nichts oder?, Knight Rider und Konsorten, Nachmittags-Talkshows (oder war das später?), etc.) den größten Erfolg, während Sat 1 mit ordentlichen Filmen und allgemein besserer Programmqualität kein ernsthafter Konkurrent war.
VG
Gelungene Folge, die mir als Verächter von WIrtschaftssimulationen den Reiz von Mad TV näher gebracht hat. Aber ihr seid deutlich stärker wenn ihr beide eine ausgeprägte Meinung und viele Erinnerungen an ein Spiel habt – aber das ist euch ja selbst bewusst.
Ich fand den Podcast sehr unterhaltsam, auch ohne das Spiel zu kennen, es ist schön das ihr auch nochmal die TUGENDEN eines Spiels hervorhebt, denn ich als Unwissender fragte mich schon “Höh? Simulation? Was soll daran nun so bahnbrechend sein dem Teil nen Podcast zu widmen” aber dieser Aspekt alles EINFACH dazustellen durch simple Optik ist schon sehr toll, und heutzutage fast vergessen. Was mühe ich mich heute durch die Tabellen in Fußball Manager XY, dabei war z.B. auch Anstoß schon Optisch weitaus eingängiger, als kleiner Vergleich.
Schöner Podcast, vielen dank euch!
Ich kenne MadTV zwar und MadNews habe ich sogar kurz angespielt aber im Detail kann ich mir da keine eigene Meinung bilden. Aber ich danke Gunnar für den Tipp am Rande “New Star Soccer” ist ein Klasse Spiel und macht voll Laune!
Vielen Dank für die neue Folge, hat meinem Sohn und mir viel Spaß gemacht Euch zuzuhören! Weiter so, wir freuen uns schon auf die nächste Folge!
Ganz toll! Hoere mich gerade auch durch alle alten Folgen durch. Ihr macht einen Spitzenpodcast. Wie waere es mit einem Stay Forever Forum fuer ausfuehrlichere Diskussionen?
Zu Mad News: vielleicht ist das Vorhandensein des Schiffs eine Anspielung auf das Satire-Magazin “Titanic”.
Super, nach Jahren kann ich nun endlich mal mit meinen 3/4 Semestern Dänisch glänzen… Die Übersetzung “Alfons” für “Zuhälter” ist korrekt, “Zuhälterei” wäre “Alfonseri” (glaube ich zumindest). Und der Bedeutungsursprung war eventuell ein altes Drama vom ollen Dumas…
Nachdem ich seit diesem Jahr ein begeisterter Hörer Eures Podcasts bin, wird es auch einmal Zeit für meinen 1. Kommentar… Ich selbst schaue seit einigen Jahren, für mich interessante Klassiker zu organisieren und nun zu spielen.
Spiele, die noch zu c64er und Amigazeiten herauskamen, konnte ich in Ruhe spielen und besitze bei erstem doch tatsächlich auch einige Originale – ja, so etwas hat es tatsäxjlixh gegeben ;)
An den elterlichen PC habe ich hingegen nur selten gedurft und außer Civilization – ja Herr Lott, wieder so ein Unbelehrbarer ;) -, den späterten Lucas Arts Adventures und der Bundesligamanagerreihe fast alles an PC exklusiven Spielen verpasst.
So helft Ihr mir gerade dabei, neben den Hall Of Fame Artikeln Eures ehemaligen Heimatmagazins und der Fürther Konkurrenz dabei, meine Lücken aufzuarbeiten, da mich die Spielidee immer mehr interessiert hat als die grafische Präsentation.
Daher wieder einmal eine interessante Folge und natürlich umso schöner, dass ich dieses Spiel als Freeware austesten kann.
Nach langem Einleiten, nun zum Anliegen: Auch wenn speziell Herr Lott nicht so große Lust auf weitere Kickstarterfolgen hat – was ja auch verständlich ist -, würde das derzeitige Projekt der Kings Art Leute doch danach schreien, sich demnächst mal die Battle Isle Reihe vorzunehmen. Auch hier fehlt mir selbst die persönliche Erfahrung, aber Eure Meinung zur Serie würde mich sehr interessieren.
Oder wie wäre es nun mit System Shock 2, da ja das Spiel seit kurzem über GOG zu kaufen ist?
Ansonsten freue ich mich schon auf Folgen über Baldur’s Gate, Monkey Island, Turrican, Nordlandtriologie, Dungeon Keeper, Master Of Orion, Outcast, Ultima Underworld, usw.
Grüße aus NRW…
Hab das Spiel jetzt doch nochmal an- und dabei tatsächlich gleich auch noch durchgespielt. Früh viel Geld in den Ausbau der Sendekapazität zu stecken (und nicht so sehr in die Qualität des eigenen Programms) ist wirklich sehr stark und führt schnell zum Erfolg. Sobald der Laden mal läuft hat man aber leider auch schnell nicht mehr wirklich viel zu tun und verbringt einen guten Teil seiner Zeit mit Warten. Überhaupt ist es vielleicht auch weniger eine Wirtschafts- als eine Zeitmanagementsimulation. Ich bin dann jedenfalls dazu übergegangen im Hintergrund Podcasts zu hören, das hat ganz gut gepasst.
Davon abgesehen ist es wirklich ein sehr charmantes Spiel, das man gut nochmal spielen kann. Die Bedienung geht gut von der Hand und man findet sich sofort zurecht. Für mich war’s nach dem einmaligen Durchspielen, dann aber auch wieder gut. Hatte das Gefühl dabei so ziemlich alles gesehen zu haben und bin mir nicht so sicher, wieviel Spielraum es gibt, um seine Strategie groß zu variieren. Aber ein Wochenende macht’s definitv Spaß, auch heute noch und auch für Wirtschaftssimulationsmuffel.
Ich fand die Musik der Amiga-Version immer besser. :)
Schöner Podcast, dachte frueher immer, dass es in dem Spiel tatsaechlich um das Heft MAD geht.
Eine bitte: kein medley mehr. Ich bin vorhin fast ausm bett gefallen xD
Ich kann mich noch gut erinnern, wie ich das Spiel früher stundenlang mit meinem Nachbarn gespielt habe. Auch nachdem ich es jetzt, nach dem Podcast, nochmal angespielt habe, fällt auf: Es ist so wie Gunnar sagt. Die Sternenkonstellation. Es passt in MadTV einfach alles aufeinander und man weiß immer was gerade geschieht.
Neben dem Geldcheat (eigentlich eher ein Exploit), fehlte mir im Podcast vorallem der Hinweis auf die trügerischen Geschenke, die man Betty machen kann. Geht man nach der Formel “teurer=besser” an die Sache ran, kann man sich ganz schnell in Nesseln setzen, z.B. wenn man Betty im Überschwang eine teure Schönheits-OP schenkt. Da wird das eigene Bild an der Wand ganz schnell wieder umgedreht. ;-)
Bin froh,dass Du das erwähnst. Ich hab’s wohl verdrängt (wie man schlechte Sachen eben so verdrängt), aber ist mir auch schon ein paar mal passiert. Zwar nicht hier beim Mad TV, aber beim Doom Podcast kann ich mich noch daran erinnern.
Es gibt da zwei Stufen, je nachdem: 1.) man wird etwas unsanft aus dem Schlaf geholt und gerät in einen mürrischen Halbschlaf – und denkt sich noch so, mit den paar verbleibenden wachen Gehirnzellen: “scheiße, das war jetzt viel zu laut”…bevor man dann wenige Sekunden wieder davonschwebt. So leise grummelnd.
und 2.) Die Katastrophe: man erschreckt sich, ist hellwach. Je nach Intensität hat man dann sogar Herzrasen (aber das mag auch nur an mir liegen, bin wohl sehr schreckhaft). Ist mir bei dem Geballere und den anderen Soundeffekten beim Doom Podcast passiert, die viel zu laut waren. Auch bei einem anderen Podcast. Weiß aber nicht mehr welchen.
Also: lasst die Schlafenden ruhen, ja? Danke.:)
^ Das da oben bezog sich ‘türlich auf “David Skx” sein Kommentar, etwas weiter oben. Trotz Antwort-Button wurde es hier hin gezaubert. :(
Der Podcast hat mir auch mal wieder sehr gut gefallen. Ich habe (und daran seid ihr schuld) sowohl Mad TV als auch Mad News nachdem Podcast gespielt. Ich kannte beide Spiele vorher schon, habe diese aber niemals zuvor gespielt.
Ich muss sagen, dass ich von beiden Spielen sehr begeistert bin. Das sind jetzt keine Spiele, die ich unzählige Male in meinem Leben spielen werde, da ihre Aufgaben doch sehr repetitiv sind. Beide Spiele haben aber etwas.
Mad TV punktet natürlich ganz klar durch seine sehr schöne und klare Aufgabe. Ich glaube jeder kann sich darunter etwas vorstellen, einen Fernsehsender zu leiten. Sehr schön. :) Leider fand ich das Spiel viel zu einfach. Zumindest mir erging es so, dass ich sehr schnell hinter das Erfolgsgeheimnis eines Fernsehsenders gekommen bin. Danach ist das alles nur noch ein reines Herumgeklicke. Mad TV verschenkt hier auch ein wenig von der Langzeitmotivation. Einen perfekten Sender zu kreeieren (mit den teuersten Serien und Filmen) scheitert schon daran, dass es völlig beliebig ist, welche Serien und Filme gerade bei der FIlmagentur angeboten werden. Das fand ich sehr schade. Solche reinen Zufallselemente finde ich bei Spielen immer sehr nervig.
Auch den Terroristen fand ich eher nervig, als toll. Da muss ich der Meinung vom Herrn Lott zustimmen. Sobald die Nachricht über den geplanten Anschlag hereinkam, hat man dann nichts anderes zu tun, als den ganzen Tag neben der blöden Hinweistafel zu stehen. Denn wenn ein Gegner die Hinweistafel so geändert hat, dass der Anschlag das eigene Archiv trifft, kann es passieren, dass die gerade teuer eingekaufte Serie bzw. der eben teuer erstandene Film zerstört wird. Sehr nervig. Meiner Meinung nach auch viel nerviger als der um sich wuchernde Planet in Alpha Centauri. Da kann ich wenigstens die “Baufahrzeuge” auf Automatik stellen. Die kümmern sich schon darum.
Mad News fand ich bedeutend schwieriger als Mad TV. Ich musste sechsmal ein neues Spiel anfangen, bis ich den Dreh heraus hatte. Auch danach gestaltete sich das Spiel für mich deutlich spannender, da es verschiedene Möglichkeiten bietet die Auflage der Zeitung zu erhöhen. “Nehme ich jetzt wirklich noch die Anzeige herein, die fast eine ganze Seite verschlingt? Dadurch hätte ich weniger Platz für Dinge, die die Auflage der Zeitung steigern (z. B. Comics usw.). Dafür hätte ich dann allerdings in drei Ausgaben 750.000 DM und damit entsprechend genügend Geld neue Vertriebswege einzurichten. Allerdings muss ich auch eine saftige Strafe bezahlen, wenn ich die Mindestauflagenzahl der Werbung nicht einhalte. Das ist sogar sehr wahrscheinlich, da ich eine ganze Seite weniger Platz für Inhalte hätte…”
Für mich ist Mad News das spannendere Spiel im Anfangs- und Mittelteil. Über das Endspiel kann ich leider nichts sagen, da mir alle Savegames abgeraucht sind.
Ich musste übrigens bei Mad News auch ab und an mal schmunzeln, was ich bei Mad TV nicht beobachten konnte. Wenn Hannelore Kohl z. B. ihre Lieblingsrezepte abdruckt, die – wie könnte es anders sein – alle mit Kohl zu tun haben oder Harald Juhnkes Rezepte, deren Hauptzutat Alkohol ist. :)
Super Folge, bitte mehr!
Kann mich erinnern das als kleiner Bub gespielt zu haben, aber nur ganz ganz schwache Erinnerungen…außerdem denke ich mal, ich habe auf ganzer Linie versagt^^
Aber euer Podcast zu MadTV ist fantastisch. Am liebsten ist mir Christians Vergleich mit Herr der Ringe, dem ich voll und ganz zustimme ;-)
Ralph Stock lief mir heute “über’m Weg”. Das hier kennt wohl, im Gegensatz zu MadTV, keine Sau – aber zumindest das Intro ist echt ansprechend: http://www.youtube.com/watch?v=8q2ljE9252k
monkey island 3 als gipfel der klassischen adventures? i beg to differ.
mi3 war zwar sehr schön, aber allgemein erschien es mir im vergleich zum vorgänger immer leicht oberflächlich. mein persönlicher all-time-favorite in dem genre, der grauenhaften bedienung zum trotz, ist grim fandango.