Ausgefragt #4

13. April 2020 1 Std. 9 Min.

Ausgefragt #4

Chris und Gunnar beantworten Hörerfragen

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Kapitel

Mitte 2014, unser Podcast war erst zarte drei Jahre alt, da haben wir mal in einer Welle von Enthusiasmus unsere wohlriechenden Hörer gebeten, uns Fragen zur Beantwortung zu schicken. Wir erhielten weit über 100 interessante, wohlüberlegte und ausgefeilte Fragen und brauchten dann drei Folgen, um sie abzuarbeiten.

Möglicherweise war es der Schock dieser frühen Jahre, der uns dann mal als fünf Jahre lang davon abgehalten hat, die Sachen mit den Fragen zu wiederholen, obwohl wir das eigentlich schon lange vorhatten. Hust.

Hier ist nun also eine Reihe von Antworten auf Fragen von Hörer, in der Regel von uns so ausgewählt, dass sie interessant und mit ein bisschen persönlichem Flair beantworten sind – Fragen nach Einzelvorlieben ("Welches ist eure liebste Biermarke?"), nach komplexen historischen Deutungen ("Warum ist die deutsche Spieleindustrie so schwach?") und nach Deutungen der Zukunft ("Was glaubt ihr passiert mit den Printmedien wie Gamestar in 5, 10 , 20 Jahren?") haben wir eher ausgelassen. Es geht auch nicht um Fragen zum Podcast selber, wir beantworten also nicht, wann Gothic endlich besprochen wird oder warum es so viele Folgen zu Titeln von Sierra, aber so wenige zu Warhammer-Spielen gibt.

Die Fragen stammen von Martin Esser, Christos Pie, TotalHumanEnd, Jean Paul Stich, Armin Hohndorf, Bastian Lahr, Philipp, TommyTheKid, MichaelM, LukasE und Benni. Falls wir niemanden vergessen haben.

Viel Spaß beim Hören!


Podcast-Credits:

Sprecher: Gunnar Lott, Christian Schmidt
Audioproduktion: Lars Rühmann, Christian Schmidt
Titelgrafik: Paul Schmidt
Intro, Outro: Nino Kerl (Ansage); Chris Hülsbeck (Musik)


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Kommentare aus dem Archiv

Diese Kommentare stammen aus der alten Website und werden nur noch zum Nachlesen angezeigt. Antworten ist hier nicht mehr möglich. (29 Kommentare)

Victor-Philipp 13. April 2020

Zum Thema Gewalt:
Grausamkeiten, Folter, Mord - muss ich mir alles nicht ansehen und verbanne dies soweit möglich aus meiner Wahrnehmungswelt. Ich weiss, dass es viel Leid in der Welt gibt und das was ich gesehen habe reicht mir völlig. Ich habe totale Armut in Deutschland gesehen, die Entführung einer Frau durch einen Stunt verhindert und in meiner Armeezeit Menschen mit der Waffe gejagt usw. Gebraucht habe ich das alles nicht.

Ich empfehle jedem sich mal den Film "Komm und Sieh" (UdSSR 1985) anzusehen. Danach schaut man sich Actionfilme mit Kriegshintergrund WK2 nicht mehr an. Selbst Spiele mit WK2-Hintergrund brauche ich nicht, da dort der WK2 wie am Reißbrett oder als reines Abenteuer gezeigt wird und die Opfer völlig ignoriert. Wenn man in GTA V ein junges Mädchen an eine lüsternde Gruppe alter Männer zur Erlangung eines Machtgefühls ausliefert, ist mein moralischer Bogen weit überspannt.

Victor-Philipp 13. April 2020

Zum Thema Spielefirmen:
Westwood und Looking Glass - das waren noch Studios mit hoher Qualität und tollen Spielen.
Ich vermisse Microprose!

stryx 13. April 2020

Spec Ops: The Line empfinde ich als Spiel als verlogen, weil es mich als Spieler ohne alternative Optionen einen Weg entlangführt und mir dann vorwirft, was ich doch für eine Sau sei, weil ich diesen Weg gegangen bin. Ich hätte mich nach der ersten Feindberührung zurückgezogen und Verstärkung gerufen, wie es ja auch mein Job als Aufklärer gewesen wäre, aber das Spiel hat das nicht als valide Option akzeptiert. Als Spieler befinde ich mich da in einem No-Win-Szenario. Spec Ops: The Line gewinnt man, indem man es nicht spielt. Dann aber dem Spieler dafür Geld abzuknöpfen, empfinde ich als sehr fragwürdig.

Bei God of War empfand ich die Gewalt auch als zu hart. Mit Kratos als Spielfigur konnte ich mich auch überhaupt nicht identifizieren. Er handelt in meinen Augen wie ein unreifes Kind. Unüberlegt, impulshaft, unreflektiert und empathielos. Wie er auf der PSP mit dem Geist seines toten Kindes umgeht, kann ich nicht akzeptieren. Das bin nicht ich.

Investigativer Journalismus in der Spieleindustrie interessiert mich ungefähr im selben Maße wie investigativer Journalismus in der Nudelindustrie. Ist aber natürlich irrelevant, denn ich bin ja nur einer und ihr habt ja in dem Szenario ja sowieso ein unendliches Budget und seid nicht darauf angewiesen, dass jemand bereit ist für den Konsum eures Produktes Geld zu bezahlen.

Gibt es denn Spielejournalisten, die das hauptberuflich bis zur Rente durchgezogen haben? Sind die meisten im Alter nicht in mehr oder weniger prekäre Positionen als Freie gerutscht?

War übrigens eine interessante Folge. Ich könnte davon noch ein paar anhören. Aber ihr habt schon Recht, nach einer Weile erschöpft sich das. Noch sind wir aber nicht an dem Punkt.

Felix 23. April 2020

Na ja, der erste deutsche Spielejournalist überhaupt, Heinrich Lenhardt, und, glaube ich, gleichzeitig der einzige aus der 1. Generation, der bis heute der Branche die Treue hält, befindet sich noch immer in seinen Mitfünfzigern.
Sprich: Die Branche ist zumindest in Deutschland zu jung, als das man Lebensberichte von Spielejournalistenrentnern sammeln könnte.
Und soweit ich weiß, schwimmt Heinrich zwar nicht im Geld. Prekär scheint seine Lebenssituation jetzt aber auch nicht zu sein.

Andreas 14. April 2020

Immer wieder interessant die Fragen und Antworten.

Wie wäre es, wenn ihr einige der „Off-Topic“ Fragen im Format ohne Namen beantwortet, sofern ihr das verraten möchtet.

Dominik B. 14. April 2020

"Text hat ne sehr gute Lesbarkeit"
Christian Schmidt, 2020