Atari 2600 (SFT 6)

30. März 2022 2 Std. 51 Min.

Atari 2600 (SFT 6)

Ataris Wunderkonsole

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Kapitel

Das Atari VCS ist eine legendäre Konsole. Das Gerät kam in den USA 1977 auf den Markt und startete quasi die Spieleindustrie. Henner und Christian leiten die Geschichte her, sprechen über Technik und ihre Lieblingsspiele. Gunnar kommt mit einer Anekdote über seine bewegte Jugend ebenfalls kurz zu Wort.

Viel Spaß beim Hören:

Podcast-Credits:

Sprecher/Redaktion: Henner Thomsen, Christian Schmidt
Audioproduktion: Fabian Langer, Christian Schmidt
Titelgrafik: Paul Schmidt

Zum Weiterlesen und -hören:

Henner hat für diesen Cast Interview mit zwei Veteranen der Atari-Entwicklung geführt, ihr findet sie hier: Joseph Decuir und Ron Milner.

Auf Steady und Patreon gibt es eine „Wusstet ihr eigentlich?“-Folge zum Atari 2600, die mit noch mehr interessanten Informationen aufwartet, die nach dem Podcast noch übrigblieben.

Hinweis:

Die Folge hat umfangreiche Kapitelmarken, in denen ihr Bilder zu den Geräten und Spielen sehen könnt, die wir besprechen. Ihr braucht aber einen Podcatcher, der die anzeigen kann, wir empfehlen für mobile Geräte Podcast Addict, Pocket Casts und Overcast.

Kommentare aus dem Archiv

Diese Kommentare stammen aus der alten Website und werden nur noch zum Nachlesen angezeigt. Antworten ist hier nicht mehr möglich. (57 Kommentare)

Parlatio 30. März 2022

Wunderbar! Ich freu' mich! :)

Thomas 31. März 2022

Wieder mal eine sehr informative und unterhaltsame Folge. Ich warte ja sehnsüchtig auf die Folge zum besten C64 Spiel: Gunship

Gruss
Thomas

Tha 31. März 2022

Warum hat das Technik Format kein Intro ?

Parlatio 31. März 2022

Welchen Sound sollte man denn stellvertretend für ALLE Technik-Themen hernehmen? Da fällt mir nix universelles ein.

Ich finde es gut so, wie es ist. Es hat, im positiven Sinne, die Ruhe einer Gutenachtgeschichte.

Team SF 31. März 2022

Ach, frag nicht.

lyn 1. April 2022

Marble Madness wäre nett. Es paßt aber auch ohne. Idealerweise wär's immer ne Neue, gern passend zur Hardware.

Die damalige Werbung (spot a, spot b) war speziell - weit weg von der Scheiße die man heute oft sieht; das Kopfkino lief mit.

meisernator 13. September 2022

Ich könnte mir etwas technisches vorstellen. Es gibt z.B. genug Floppotrone, die ein hervorragendes Intro abgeben könnten.

lyn 31. März 2022

Racing the beam.

Das 2600er ist ne spaßige Konsole, tolles Design - mit Holz (Brennwert!). Die Joysticks sind etwas schrottig, bis man sie sensitiver modifiziert. Farbige Palette mit Miner Magie (vom TIA, über 400/800 zum Amiga). Der Sound ist leider übel.

Es gibt einige gute Spiele: H.E.R.O., Enduro Racer, Berzerk, Demon Attack, Sky Jinks, Vanguard, Frogger usw. Ein Standard-Bundle gab's nicht immer. Einige Läden boten ihre eigenen Angebote an: Ein Spiel freier Wahl für omme oder zum halben Preis - sie wußten ja, dass man wieder kommt.

Highlight der Konsole ist, wie direkt und schnell alles geht. Cartridge aussuchen, reinstecken, anschalten, Spielmodi wählen und los geht's. Kein Warten. Keine Tutorials. Action. Spiele wie Asteroids oder Space Invaders gewinnen enorm durch die Variationen der Spielmodi.

Spannend und lehrreich den Code gewisser Spiele zu lesen. Wie generiert man Inhalte, Varianten und Spaß mit wenig Zeichen - bei Arcades interessant, wenn's Richtung Qualität geht.

Schöne Folge.

Henner Thomsen 2. April 2022

Aber ... der Sound war doch fantastisch! :O

lyn 2. April 2022

Was gefällt Dir denn am Sound? Ich find ihn dünn und kratzig, die Achillesferse des Systems. Gerade im (unfairen) Vergleich zum vollen Sound der Arcades. Der Sound killt einige Titel, die man vom Design und Gameplay heute noch spielen könnte. Nicht nur wegen der Grafik spielt man diverse Titel lieber über Mame statt Stella.

Henner Thomsen 2. April 2022

Och, ich denke, die Klangbeispiele sprechen für sich: sehr coole Explosionsgeräusche parallel zu klassischen Piepstönen, zweistimmige Musik, das war für 1977 schon eindrucksvoll. Der PC beherrschte das erst zehn Jahre später.

lyn 2. April 2022

Klingt in meinen Ohren, wie geschrieben, anders, nervig limitiert, kein Vergleich zu den Arcades. Dazu schwankt das Audioerlebnis von Spiel zu Spiel hörbar. Spielmodi wie Balancing für die Konsole sind das Salz in der Suppe der 2600er Spiele. Durch Filter kann man den Sound erträglicher machen.

Welche 2600er Spiele klingen für Dich gut?

Henner Thomsen 2. April 2022

Unzählige - ich finde, der Klang ist der Grafik überlegen. Natürlich klingen die Arcades der Achtzigerjahre besser, das ist keine Frage.

lyn 3. April 2022

'Unzählige' suggeriert eine enorme Anzahl. Mehr als es Spiele für die Konsole gibt. ;) Mich hätte Deine Bestenliste, hinsichtlich Sound wie Spielspaß, interessiert.

Das 2600er wurde u.a. als System beworben, dass Arcades nach Hause holt - insofern ist ein Vergleich valide und stimmiger, als der mit dem piepsenden PC. Das leistet das System, aus nachvollziehbaren Gründen, nur bedingt. Performance, Haptik, Input, Grafik wie Sound haben ihre Einschränkungen.

Ich empfinde die reduzierte Grafik als negativ, im Vergleich zum Sound aber als weniger störend, da für die damalige Zeit gewisse Aspekte elegant gelöst wurden. Zudem laden manche Cover-Arts, auf Packung wie Cartridge, zum Träumen ein und beflügeln die Projektion auf die abstrakte Darstellung. Beim Sound ist das schwieriger, und das 2600er muss nicht nur gegen Arcades und Mitbewerber (damals in DE vornehmlich Einzelspiel-Handhelds/Cabinets [US-Importe], Intellivision, ColecoVision und Vectrex), sondern auch gegen die üblichen Hörgewohnheiten bestehen.

Charakteristischen Sound für die Massen zu Hause gab's mit dem C64, wobei's SID, wie später Paula, ebenso noch an Qualität ermangelte. Es dauerte seine Zeit bis Beides zusammen kam und auch nur ansatzweise mit Instrumenten wie Synthesizern aus der Musikproduktion mithalten konnte. Das Sounderlebnis der Arcades (dedizierte teurere Hardware) ist spürbar eindrucksvoller, als das an einem 2600er samt handelsüblichem Fernsehgerät.

Die Spiele machen ja auch Spaß, aber man ist sich immer der Limitierungen bewußt. Der eigentlich Reiz kommt von der Unabhängigkeit, der Verfügbarkeit, dem günstigeren Preis sowie dem - ich wiederhole mich - Einfluss auf die Spiele hinsichtlich Design, Balancing und Vielfalt. 

Nebenbei: Schade, dass stayforever sich bei Arcades bisher so blank zeigt. Einige der Spiele sind Meisterwerke, heute noch unterhaltsam wie eindrucksvoll, technisch interessant, kulturell wie historisch bedeutsam und passen in den gewählten Zeitraum.

Henner Thomsen 3. April 2022

Mit "unzählige" meine ich, dass ich keine bestimmten Titel mit besonders gutem Klang im Kopf habe (abgesehen von Ausreißern wie Pitfall II) - ich finde stattdessen generell, dass die allermeisten besseren Spiele mindestens adäquaten Sound bieten. Ms. Pac-Man, Missile Command, Robot Tank, River Raid etwa haben keine herausragende Klangkulisse, aber der Ton ist sehr stimmig und trägt viel zur Spielatmosphäre bei. Es gibt auch Spiele mit scheußlichem Klang (Fire Fly, auch Pac-Man), aber die sind meist auch in anderer Hinsicht nicht sonderlich gut gelungen.
Natürlich sollte man den Klang nicht an Arcade-Maschinen, an wesentlich neueren und fortschrittlicheren Systemen (selbst der C64 kam fünf Jahre später) oder gar am Kino messen, sonst wird man nicht glücklich. ;) Für mich steht eher die Frage im Vordergrund, ob der Klang zum Spielgeschehen passt, ob er Information und Atmosphäre vermittelt, die einzelnen Klänge klar unterscheidbar sind und ob das Ganze auch auf Dauer erträglich, vielleicht sogar angenehm klingt. Ich bin ein großer Fan der Explosionsgeräusche durch die "noise"-Klangfarben des VCS, auf einem bassstarken Audiosystem klingen die großartig, ohne sie wäre ich eines Missile Command viel früher überdrüssig.

lyn 5. April 2022

Ein Beispiel: Asteroids ist auf dem 2600er gut umgesetzt, dramatisches Cover, abwechslungsreiche Modi, gutes Gameplay, ausreichend gute Grafik, aber der Sound ist anstrengend. Ohne entsprechende Verarbeitung beeinflußt's das Spielerlebnis negativ - selbiges gilt für Defender so wie viele andere. Ein Night Driver (1976) schnurrt als Arcade, während es auf dem 2600er rumkratzt - gar ein Enduro Racer klingt noch unrund. Es gibt auch Spiele, die nen besseren Job machen. Insgesamt ist's mir, für ein Highlight, zu wenig. Aber gut.

Parlatio 31. März 2022

Ein VCS hätte ich damals gern gehabt. Konnte aber nur bei anderen Leuten spielen. Mein erstes Spiel darauf: "Bobby geht nach Hause". Kann man heute bestimmt auch noch gut spielen.

Viel später habe ich dann auch E.T. gespielt. Und ich kann das Gemaule von allen Seiten nicht verstehen. Ich hatte Spaß damit. Würde ich gerne mal wieder spielen. So richtig.

Was ich noch erwähnen muß, ist daß zumindest einer der VCS auf denen ich gespielt habe, ein ganz tolles Eingabemedium hatte. Die Joysticks damals, auch die vom C64, gingen ja so wahnsinnig schnell kaputt, Aber das Joypad des VCS nicht. Das war unkaputtbar. Wie gern hätte ich das für meinen C64 gehabt. Kam das erst nach Nintendo, wer hat's erfunden? Kann mich nicht erinnern, wann genau das war. Das schwarze mit grauem Kreuz und 2 roten Feuerknöpfen.

Henner Thomsen 31. März 2022

Das war das Joypad, Modell CX-78, das mit dem Atari 7800 eingeführt wurde - soweit ich weiß, aber erst mit dem europäischen Modell von 1986. Irgendwann wurde es auch dem 2600 Jr beigelegt, obwohl das mit den zwei Tasten nichts anfangen konnte.

Parlatio 2. April 2022

Das klingt plausibel. Zwischen Bobby und E.T. lagen bei mir auch gut 5 Jahre. Mannomann, war das Ghostbusters nach der Erfahrung auf dem C64 grob! Das Auto sah aus wie eine fahrende Telefonzelle. :)

CX-78 klingt wie ein Star Wars-Droide. Naja, da hat man halt einen Feuerknopf in Reserve. Das war bei vielen 64er Joysticks auch nicht anders. Die hatten auch gerne mal 4 Stück montiert, obwohl der auch nur einen unterstützt. Das was kaputt ging, war aber immer eine der Richtungen, ob Microschalter oder nicht.