Achtung: Dies ist Folge 2 von 2, Teil 1 findet ihr hier.
Worum geht's? Anfang der 1990er versuchte Commodore, den nächsten großen Schritt nach dem Amiga zu gehen: Mit dem CDTV (1991) und später dem CD32 (1993) sollten Multimedia-Systeme und CD-basierte Spiele den Massenmarkt erobern. Was als visionäre Weiterentwicklung der Amiga-Technik begann, blieb jedoch hinter den Erwartungen zurück – aufgrund unklarer Positionierung, schwacher Vermarktung und einem Unternehmen, das bereits am Abgrund stand. Trotzdem markierten beide Systeme wichtige Etappen: beim Übergang von Disketten zu optischen Medien, beim frühen Versuch einer „Wohnzimmer-Multimedia-Konsole“ und als Vorboten der CD-Ära im Gaming.
Henner und Chris sprechen über die Entstehung, die Technik und die Rollen von CDTV und CD32 innerhalb der Amiga-Historie – und warum die Geräte trotz ihres kommerziellen Scheiterns bis heute faszinieren.
Produktions-Credits:
Sprecher, Redaktion: Henner Thomsen, Christian Schmidt
Audioproduktion: Fabian Langer, Christian Schmidt
Titelgrafik: Johannes DuBois
Mit Dank an unsere Gesprächspartner: Michael Kunert, Beth Richard, Andrew Braybrook
Bücher zum Amiga und Commodore:
Commodore: The Amiga Years von Brian Bagnall
Commodore: The Inside Story: 30 unerzählte Geschichten über einen Computergiganten von David Pleasance
Meine Erinnerungen an Commodore und Amiga von Petro Tyschtschenko
Commodore Amiga: A visual compendium von Bitmap Books


Kommentare aus dem Archiv
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Ach ja, CD32. Eine harte Zeit.
Ich hab sie immer noch da stehen von damals mit der Tastatur und fast alle Spiele. (bräuchte ein Recap)
Also Nutzererfahrung aus erster Hand. Das Gamepad war wirklich großer Mist, das von Honeybee (ähnlich dem Sega, Ironie der Geschichte) war wirklich brauchbar.
Der Batteriespeicher war schlimm. Wenn man Simon the Sorcerer oder Universe abspeichern wollte, musst man den gesamten Speicher leerräumen.
Es war ständig die Hoffnung das was Gutes endlich kommt. Die Verzweiflung ist verewigt in den Leserbriefen der Amiga Games oder Playtime. Einziger Lichtblick war Microcosm, das die besten Videos hatte im Vergleich zu PC oder CDi. Mit Blick heute drauf ist es quasi eine DVD mit einem Minispiel drin. Gloom war auch grafisch recht gut, aber gröber als Doom. In Fullscreen hat es geruckelt. Alien Breed 3D musste mal als Briefmarke spielen und es ruckelte trotzdem noch. Alien Breed Tower Assault hatte ein tolles (briefmarkengroßes) Intro. Das Spiel war mit Zeitlimit fast unschaffbar.
Sehr gemocht habe ich Worms, das einen Bug hatte und oft beim laden der CD hing. Dann musste mal die CD immer mal rausnehmen, wieder reinlegen, probieren usw. Irgendwann ging es. Der Soundtrack war gut.
Auch Bubba & Stix war schön, toller Soundtrack. Auch Marvins Marvellous Adventures. Schöne, bunte Platformer. Aber kein Nextgen.
Der Tod Commodores begann schon viel früher. Das ganze festhalten am C64 mit C65, C16, C116 usw war schon falsch. Der A600 und das CDTV auch Quatsch. Da wurde sehr viel Zeit und Geld frühzeitig verbrannt.
Wieder eine wirklich großartige, hochinteressante und sehr unterhaltsame Folge! Wirklich krass, was ihr dafür alles recherchiert!
Herzlichen Dank!
Hat mir gut gefallen. Habe mich gefragt, warum Ihr bei der Software für das CD32 Microcosm von Psygnosis ausgelassen habt. War für mich der Grund, warum ich das CD32 gekauft habe.
moin, ihr habt in eurer ansonsten gut recherchierten folge leider den titel ausgelassen der für viele ein kaufgrund war und sehr wohl die besonderen möglichkeiten des cd32 ausgenutzt hat: microcosm von psygnosis.
mir und meinen kumpels sind ob der audiovisuellen opulenz die kinnladen herutergeklappt , was ein brett ! Leider hat die kombination aus der schwammigen steuerung mit dem zu recht kritisierten pad und der doch sehr simplen spielmechanik zu wenig spielspass geführt, aber das war bei shadow of the beast seinerzeiten auch nicht viel anders.