Wir haben uns in den letzten Monaten intensiv mit Danielle Buntens grandiosem Spiel M.U.L.E beschäftigt. Es begann mit einer schon ziemlich dichten regulären Folge, dann gab es im Rahmen einer(Patreon/Steady-exklusiven) Sonderfolge noch eine Menge weiteres Material – aber eine Frage ist zu unserem Ärger offen geblieben: Waren die Karten in M.U.L.E zufallsgeneriert oder vorgefertigt?
Das klingt wie ein triviales Kinkerlitzchen, aber wir sind ein Recherche-Podcast, sowas lässt uns keine Ruhe!
Wir haben also noch ein bisschen hinterher recherchiert und sind jetzt in der glücklichen Lage, weltexklusiv ein paar offene Fragen rund um M.U.L.E zu beantworten. Unser Kronzeuge ist Julian Eggebrecht von Factor 5, der in einem kurzen Interview viel Licht in die Sache bringt.
Ach, und wo wir grad bei M.U.L.E. sind – wir haben in der regulären Folge die Geschlechtsangleichung von Danielle Bunten gestreift, sind aber hinterher (auch durch Feedback von euch auf vielen Kanälen, vielen Dank dafür) zur Erkenntnis gekommen, dass wir mit dem Thema nicht adäquat umgegangen sind. Wir haben uns mit der Sache dann noch einmal in einer Folge unseres "Format ohne Namen" angenommen, die stellen wir hiermit der Vollständigkeit mal offen. Klick: FON #7
So sieht die Diskette mit dem originalen Source-Code aus:



Kommentare aus dem Archiv
Diese Kommentare stammen aus der alten Website und werden nur noch zum Nachlesen angezeigt. Antworten ist hier nicht mehr möglich. (15 Kommentare)
Ein grosses Lob an Julian, dass er sich an die damaligen Geschehnisse erinnert und diese immer mit anderen teilt.
Wenn es im Ergebnis nur 128 unterschiedliche Karten gibt, kann das auch bedeuten, dass der Zufallsgenerator einfach nur ziemlich "schlecht" ist, weil er für seinen internen Zustand nur einen 7 Bit-Wert verwendet.
Hat jemand aus der Retro-Fraktion den Ataril XL/XE-Zufrallszahlengenerator mal einem statistischen Test unterzogen? Wäre bestimmt aufschlussreich...
Nutzt das Spiel eigentlich überhaupt die eingebaute "Zufalls"-Funktion aus dem ROMs, oder implementiert es einen eigenen Zufallszahlengenerator?
Immer noch Fragen über Fragen...!
...und eine Minute nach dem Drücken des Senden-Buttons Eure Erwähnung mit den 129 Testspielen ohne doppelte Karten.
Also nix für ungut.
Danke für diese großartige Zusatzfolge! Faszinierend, was Julian Eggebrecht dafür alles aus seinem Gedächtnis gekramt hat. Zwar ist nichts davon "weltbewegend", aber dafür "weltexklusiv" und tatsächlich spannend wie ein Krimi. Hiermit sei euch der virtuelle Pulitzerpreis des Spiele-Investigativ-Journalismus überreicht! :D
Frohe Ostern an das SF-Team und alle Hörer!
Ich fand, ihr wart schon sehr respektvoll mit diesem Transgender-Thema umgegangen. Es geht ja auch um Games, wir befinden uns hier nicht in einem Seminar der "Gender Studies".
Zwei Dinge verstehe ich nicht an deinem Kommentar:
a) Mit "es geht ja auch um Games" willst du Spielen jegliche Ernsthaftigkeit absprechen und sie nur als Konsumgut darstellen und frei von Meinungen und Diskussionen?
b) "wir befinden uns hier nicht..." - das mag schon sein, aber in dem Moment wo das Thema Transgender auftritt sollte man es auch dementsprechend behandeln. Dazu gehört definitiv noch jede Menge Aufklärung. Vor allem bei den Leuten, die immer bisher noch nie / fast nicht/ wenig in Berührung gekommen sind. Die immer gleiche hingeklatschte Phrase stammt meistens von den Leuten, die sich nicht in das Thema hineinfühlen / damit auseinandersetzen wollen, es aber damit auch sehr sehr gefährlich als Absurd deklarieren und non-existent und nicht besprechungswert. Und genau das ist das Gift in dem ganzen Thema, was Transgender überhaupt als Diskutier-/Aufklärungsgrund darstellt anstatt es ebenso normal zu behandeln wie jegliche andere Geschlechterthemen.
@Eric also du sprichst prinzipiell alle Leute gegen ihren expliziten Wunsch mit falschen Namen und Anreden an, wenn du nicht gerade in einem Seminar der "Korrekten Etikette" bist?
Zum Thema Reverse Engineering: Natürlich kommt man durch Disassemblierung an den Code ohne blind herumstochern zu müssen wie sich was wann verhält, ist leider aber nicht sonderlich gut lesbar weil höhere Strukturen und Kommentare dann eben auch fehlen.